Stefan Kneissler

Pianist & Keyboarder

There Is Music in the Air

 

Alles begann mit der Frage: Fußball oder Akkordeon? Doch nachdem mich bereits beim ersten Fußballtraining auf dem Hartplatz ein schwerer, wassergetränkter Lederball kurzfristig außer Gefecht setzte, war diese Entscheidung schnell getroffen. Von da an galt meine ganze Aufmerksamkeit dem Akkordeonunterricht bei Big Ben.

Die Frage nach der Liebe stellte sich erst viele Jahre später – mit meiner ersten Band. Wir hörten Barclay James Harvest, Bob Dylan, Manfred Mann, The Alan Parsons Project und alles, was sonst über den Äther zu empfangen war. Schallplatten waren rar und wurden wie kostbare Schätze gehandelt.

Unser großes Ziel war es, die damals äußerst populäre Berliner Jugendband The Teens mit ihrem Hit „Gimme Gimme Your Love“ vom Thron zu stoßen und die Herzen aller Mädchen zu erobern. Unsere Antwort darauf hieß The Razor – mit unserem eigenen Top-Hit „Love Is The One Thing I Know“. Wir spielten auf Dorfdiscos und Weihnachtsfeiern, mussten jedoch bald erkennen, dass wir der übermächtigen Konkurrenz der The Rolling Stones sowie den unvermeidlichen Arrangements von „Griechischer Wein“ für gemischten vierstimmigen Chor kaum etwas entgegensetzen konnten.

Das Schicksal traf uns schließlich endgültig, als Big Ben verkündete, dass die gute Echolette-Gesangsanlage künftig 20 DM pro Auftritt kosten würde. Damit blieb uns nichts anderes übrig, als uns dem Kommerz – der Tanzmusik – zuzuwenden. Wir wurden bekannter, verdienten unser erstes Geld mit der Musik und schafften es sogar ins Radioprogramm.

Das Schicksal traf uns schließlich endgültig, als Big Ben verkündete, dass die gute Echolette-Gesangsanlage künftig 20 DM pro Auftritt kosten würde. Damit blieb uns nichts anderes übrig, als uns dem Kommerz – der Tanzmusik – zuzuwenden. Wir wurden bekannter, verdienten unser erstes Geld mit der Musik und schafften es sogar ins Radioprogramm.

Seit jener Zeit haben sich unzählige unterhaltsame und prägende Geschichten in meinem Musikerleben angesammelt. Vielleicht gerade deshalb bin ich heute Pianist und Keyboarder mit einem breiten musikalischen Spektrum. Ich spiele klassische Musik und Jazz am Klavier, Rock und Pop an den Keyboards und höre die großen Klassiker ebenso gern wie Avantgarde.

Musik ist für mich weit mehr als ein Hobby. Ich liebe es, Menschen mit meiner Musik zu unterhalten und zu begeistern, spiele aber ebenso gern für mich allein, experimentiere mit Klängen und Rhythmen. Neben meinem Hauptstudium in München war ich Gaststudent am Richard-Strauss-Konservatorium sowie an der Hochschule für Musik und Theater.

Meine klassische Klavierausbildung erhielt ich zunächst bei Bernd Kohnke, später bei Ursula Eutheneuer-Rohrer und Maria Barbara Nytsch. Im Jazz habe ich mir vieles autodidaktisch erarbeitet, wurde jedoch auch von Larry Porter am Klavier sowie von Harald Rüschenbaum im Ensemblespiel geprägt. Aktuell widme ich mich intensiv dem Keyboardspiel und werde dabei von Alex Krieg gecoacht.

Zu meinen musikalischen Stationen und Referenzen zählen unter anderem: Jazz Association Orchestra (Baden-Baden), Brass & Company (Forbach), Four (Gaggenau), The Duet (München), Hard Days Night Big Band (München), Wall Paper Jazz Band (München), Larry Lackmus & The Beer Indicators (Gaggenau), Theater Baden-Baden, Salto Vocale (Gernsbach), SWR (Baden-Baden), Brass & Fun Big Band (Bühl) sowie das Jazz Exchange Quartet (Villafranca).

 

Euer